Endlich Bewegung in der Raumplanung im Kanton Aargau.

Seit Jahren kritisiere ich in wissenschaftlichen Publikationen und in den Medien: Der Kanton Aargau hat ein Vollzugsdefizit in der Raumplanung. Nun passiert etwas Entscheidendes: Die Politik bzw. Legislative beginnen, die richtigen Fragen zu stellen.

Wie heute in der Aargauer Zeitung berichtet, fordert Gian von Planta in zwei Interpellationen vom Kanton Aargau genau das, was viele Kantone dringend brauchen: ✅ taugliche Dichtevorgaben in den kantonalen Richtplänen und ✅ Genehmigungsverfahren für kommunale Nutzungsplanungen, die sich auf messbare Kriterien zur Wohnraumdichte stützen.

Die Konsequenzen wären klar: ➡️ weniger Zersiedlung ➡️ weniger Autoverkehr ➡️ mehr Potenzial für lebenswerte, nachhaltige Stadtentwicklung

Schon 2020 habe ich in einer wissenschaftlichen Publikation betreffend den Kanton Aargau gezeigt, dass die bestehenden Vorgaben zur Dichte nicht ausreichen. Seither ist, trotz aktueller Revision des kantonalen Richtplans, nichts passiert.

Gerade kürzlich habe ich in einem Artikel zur Stadt Baden nochmals dargelegt, wie entscheidend höhere (Wohnraum-)Dichten für eine nachhaltige Stadtentwicklung wären.

Zusätzlich habe ich meinem Meinungsbeitrag „Die Bevölkerung als Sündenbock – wie Baden exemplarisch das Scheitern der Innenentwicklung verschleiert“ in der Aargauer Zeitung erörtert, wie oft die Verantwortung für misslingende Innenentwicklung von den politischen Rahmenbedingungen auf die Bevölkerung verschoben wird.

Damit tatsächlich Wirkung entsteht, braucht es mehr Kantone, die nachziehen: ✅ Mindestdichten und kommuale Nutzungspläne basierend auf messbaren Kriterien überprüfen ✅ Anreize für hochwertige Innenentwicklung und mehr 10-Minuten-Nachbarschaften-Minuten-Nachbarschaft

Danke an alle, die den Mut haben, alte Vorgaben zu hinterfragen. Das sind die Debatten, die längerfristig Wohnraum schaffen.

Ausgewählte Links zu Publikationen, Interpellationen und Medien im ersten Kommentar 👇.

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